Dosenserie furniert in Maser
Verfasst: Mittwoch 7. Oktober 2026, 14:01
Wie in meiner Vorstellung angekündigt, hier mein Beitrag zu den Dosen und der Fertigung.
https://german-woodturners.de/viewtopic.php?t=24568
In der Schreinerei waren furnierte Arbeiten eigentlich immer ein Qualitätsmerkmal.
Dies hat durch die Verwendung von fertig beschichteten oder furnierten Platten stark gelitten.
Furniere auszusuchen, eine Abwicklung zu schaffen, durchlaufende Furnierbilder findet man leider immer seltener.
In der Schreinerei bin ich nicht mehr, Furnierreste sind noch vorhanden,
und das Schneiden von Intarsien war immer ein Bestandteil in unserer Werkstatt.
Warum also nicht gedrechseltes furnieren, hier sind Strukturen möglich, die in Massivholz nicht zu machen sind.
Die Höhe der Seitenfläche 200mm, der Durchmesser 90mm.
Massivholz im nötigen Durchmesser war nicht vorhanden, so habe ich den Dosenkörper aus je sechs Segmenten verleimt und oben und unten einen Konus für Boden und Deckel eingeleimt.
Weil hier Maschinen- und Einstellarbeit nötig waren, sind es gleich fünf Rohlinge geworden.
Drei in Amerikanisch Kirschbaum (Cherry), und zwei in gedämpften Ahorn. Dies war gut trocken zur Verfügung.
Der Dosenkörper genau zylindrisch, so geht das Furnieren leichter,
aber der Deckel oben gewölbt, so dass hier das Furnier als Kugelsegment verleimt werden muss.
Verschluss bei allen, mit eingesetztem Bajonettring, der Ebenfalls mangels Holzstärke aus je sechs Segmenten verleimt ist.
Bei den Intarsien hab ich ein wenig experimentiert, auch was das vorhandene Furnier hergegeben hat.
Die Furniere sind Esche Maser, amerik. Nussbaum Maser, und bei zwei Furnieren bin ich mir nicht ganz sicher, was es ist.
Vielleicht weiß hier die drechselnde Gemeinde, was es sein könnte.
Für den rötlichen Maser spricht eine gedämpfte Platane. Auffallend sind die Markstahlen und kleinen Spiegel, die immer wieder zu sehen sind.
(Vavona- Amboina, oder Madrona- Maser ist es nicht, hier hab ich Vergleichsstücke).
Das zweite, mir noch unbekannte Holz ist der grünstichige Maser. Der ist relativ weich, homogen und leicht zu schneiden.
Eingefärbt ist er nicht, dazu ist die Färbung zu ungleichmäßig.
Dose 1
Roter Maser, Abwicklung mit vier Furnierblätter im Umfang, gestürzt..
. .
Dose 2
Maser in Ami-Nuss, Abwicklung mit sechs Streifen, gereiht. Deckel mit Ornament im roten Masser.
. .
Dose 3
Abwicklung mit einem einzigen Furnierblatt, Fuge geschweift, mit Einlage in Esche Maser, die dann im gewölbten Deckel weiter geht.
. .
Dose 4
Furnier in Ami-Nuss, Abwicklung mit vier Blatt, gestürzt. Intarsie mit dem grünlichen Masser, Getrennt über die Deckelfuge.
. .
Dose 5
Mantel in Esche Maser mit vier Blatt gestürzt, Intarsie in Mooreiche, geriegelt.
Beide Furniere über einen Millimeter dick, und die geriegelte Mooreiche extrem knorrig und widerspenstig.
Also mit dem Messer fast nicht mehr zu schneiden.
. .
Eigentlich wollte ich ja nur eine Dose machen…
... und wenn noch jemand etwas zu den Maserfurnieren weiß, die ich nicht kenne, wärs fein.
Beschreibung der Fertigung folgt
Einen schönen Gruß in die Runde,
Hannes
https://german-woodturners.de/viewtopic.php?t=24568
In der Schreinerei waren furnierte Arbeiten eigentlich immer ein Qualitätsmerkmal.
Dies hat durch die Verwendung von fertig beschichteten oder furnierten Platten stark gelitten.
Furniere auszusuchen, eine Abwicklung zu schaffen, durchlaufende Furnierbilder findet man leider immer seltener.
In der Schreinerei bin ich nicht mehr, Furnierreste sind noch vorhanden,
und das Schneiden von Intarsien war immer ein Bestandteil in unserer Werkstatt.
Warum also nicht gedrechseltes furnieren, hier sind Strukturen möglich, die in Massivholz nicht zu machen sind.
Die Höhe der Seitenfläche 200mm, der Durchmesser 90mm.
Massivholz im nötigen Durchmesser war nicht vorhanden, so habe ich den Dosenkörper aus je sechs Segmenten verleimt und oben und unten einen Konus für Boden und Deckel eingeleimt.
Weil hier Maschinen- und Einstellarbeit nötig waren, sind es gleich fünf Rohlinge geworden.
Drei in Amerikanisch Kirschbaum (Cherry), und zwei in gedämpften Ahorn. Dies war gut trocken zur Verfügung.
Der Dosenkörper genau zylindrisch, so geht das Furnieren leichter,
aber der Deckel oben gewölbt, so dass hier das Furnier als Kugelsegment verleimt werden muss.
Verschluss bei allen, mit eingesetztem Bajonettring, der Ebenfalls mangels Holzstärke aus je sechs Segmenten verleimt ist.
Bei den Intarsien hab ich ein wenig experimentiert, auch was das vorhandene Furnier hergegeben hat.
Die Furniere sind Esche Maser, amerik. Nussbaum Maser, und bei zwei Furnieren bin ich mir nicht ganz sicher, was es ist.
Vielleicht weiß hier die drechselnde Gemeinde, was es sein könnte.
Für den rötlichen Maser spricht eine gedämpfte Platane. Auffallend sind die Markstahlen und kleinen Spiegel, die immer wieder zu sehen sind.
(Vavona- Amboina, oder Madrona- Maser ist es nicht, hier hab ich Vergleichsstücke).
Das zweite, mir noch unbekannte Holz ist der grünstichige Maser. Der ist relativ weich, homogen und leicht zu schneiden.
Eingefärbt ist er nicht, dazu ist die Färbung zu ungleichmäßig.
Dose 1
Roter Maser, Abwicklung mit vier Furnierblätter im Umfang, gestürzt..
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Dose 2
Maser in Ami-Nuss, Abwicklung mit sechs Streifen, gereiht. Deckel mit Ornament im roten Masser.
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Dose 3
Abwicklung mit einem einzigen Furnierblatt, Fuge geschweift, mit Einlage in Esche Maser, die dann im gewölbten Deckel weiter geht.
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Dose 4
Furnier in Ami-Nuss, Abwicklung mit vier Blatt, gestürzt. Intarsie mit dem grünlichen Masser, Getrennt über die Deckelfuge.
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Dose 5
Mantel in Esche Maser mit vier Blatt gestürzt, Intarsie in Mooreiche, geriegelt.
Beide Furniere über einen Millimeter dick, und die geriegelte Mooreiche extrem knorrig und widerspenstig.
Also mit dem Messer fast nicht mehr zu schneiden.
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Eigentlich wollte ich ja nur eine Dose machen…
... und wenn noch jemand etwas zu den Maserfurnieren weiß, die ich nicht kenne, wärs fein.
Beschreibung der Fertigung folgt
Einen schönen Gruß in die Runde,
Hannes